Geschichte
Diashow "Altes Hermannsburg"
Die Bilder dieser kleinen Diashow stellte der Heimatbund Hermannsburg e. V. zur Verfügung
Im Jahre 1973 konnte Hermannsburg seine "Tausend-Jahrfeier" begehen. Dies geschah aus Anlass der tausendjährigen Wiederkehr des Todestages (27. März 973) von Hermann Billung, dem Gründer des Ortes.
Der Versuch, sich von den Anfängen und der Entstehung "Hermannsburgs" ein klares Bild zu verschaffen, bereitete den Forschern zunächst erhebliche Schwierigkeiten, da keine schriftliche Urkunde darüber Auskunft geben kann.
Die älteste Urkunde stammt aus dem Jahre 1059. Darin erwähnt Kaiser Heinrich IV. den Namen Hermannsburg. Obwohl man annimmt, dass der Ort schon damals 100 Jahre alt war, weist diese Urkunde nichts von seiner Entstehung aus. Da jedoch die heutige Wissenschaft nicht nur "Schriftzeugnisse" als dienende Grundlage betrachtet, beruft sie sich auf die Ergebnisse der Spatenforschung und topografischer Befunde.
So konnte durch die Vielfalt von Ergebnissen verschiedenster Nachforschungen ein Bild der Anfänge dieses Ortes entstehen, was aus dem Dunkel der Vermutungen heraustritt und uns wissen läßt: "Hermannsburg ist gut 1000 Jahre alt".
Man nimmt an, daß um 850 auf einer Flottsandinsel, nahe des Thingplatzes des Muthiwiddegaues, eine Taufkirche errichtet wurde. Die Umrisse des 1.000-jährigen Fundamentes hat man auf dem Boden der Peter-Paul-Kirche beim Umbau 1957-1959 aufgezeichnet. Der zu der Zeit im Kirchenuntergrund gefundene Christuskörper (Bronzekreuz) wird von Fachwissenschaftlern in das 10. Jahrhundert n. Chr. - also vor 1.000 Jahren - datiert.
Gut hundert Jahre später errichtete einer der bedeutensten deutschen Fürsten „Graf Hermann“ aus dem Geschlecht der Billunger, ein Blutsverwandter von Otto dem Großen, eine Burg in der Nähe der Kirche. Wo sie gestanden hat, darüber fehlt bis heute der urkundliche Beleg. Man vermutet, dass der Flurname „Quänenburg“ (am Friedhof) ein Standorthinweis sein könnte, doch gibt es auch Spuren, die darauf schließen lassen, dass die Burg etwa 100 m südlich der Kirche (an der Örtze) gelegen war.
Der zweite Teil des Ortsnamens lautet "Burg". So dürfte ein Zusammenhang mit Hermann, dem Billunger wahrscheinlich sein. In der Jahresschrift für Heimatpflege und Forschung "Immenkorf 1986" berichtet Hans Otto Harms über: "Hermannsburg in mittelalterlichen Akten". Eine ebenso interessante Ausführung gibt H. O. Harms im Jahrgang 1987 unter dem Titel: "Hermannsburgs älteste Geschichte, gesehen von neueren Forschern".

